Werke von Purcell, Händel, Stanley, Mendelssohn (Paulus-Ouverture),
Elgar (Sonate G-Dur), Vierne
Carsten Wiebusch, Orgel
Carsten Wiebusch, geboren 1969 in Göttingen, studierte an den Musikhochschulen Düsseldorf und Stuttgart sowie an der Folkwanghochschule in Essen. Dabei gehörten Hans-Dieter Möller und Jon Laukvik (Orgel), Ralf Otto (Dirigieren) und Thomas Palm (Klavier) zu seinen prägenden Lehrern.
Er errang verschiedene Preise bei internationalen Orgelwettbewerben (u. a. August-Gottfried-Ritter-Wettbewerb Magdeburg 1995 und Johann-Sebastian-Bach-Preis Wiesbaden, 1. Preis 1995) und konzertierte in zahlreichen europäischen Ländern, in Russland und den USA.
1993–1999 war er Organist an der spätromantischen Walcker-Orgel in Essen-Werden. Aus dieser Zeit stammt eine international vielbeachtete CD-Einspielung mit Werken von Wagner, Reger und Mussorgski.
Seit 1999 ist Carsten Wiebusch Kantor und Organist der Christuskirche Karlsruhe, einem der bedeutendsten kirchenmusikalischen Zentren Südwestdeutschlands. Neben einer umfangreichen Orgelkonzerttätigkeit (Gesamtaufführung des Bach’schen Orgelwerkes etc.) leitet er den Oratorienchor an der Christuskirche und den Kammerchor der Christuskirche, der sich einen hervorragenden Ruf als einer der führenden Chöre der Region erworben hat und bei Festivals wie den Moselfestwochen oder den Karlsruher Händelfestspielen zu Gast war. Carsten Wiebusch hat bereits sowohl nahezu alle wichtigen Oratorien wie auch eine Reihe Karlsruher Erstaufführungen (Messiaen, Tippett u. a.) dirigiert.
Schwerpunkte seines Orgelrepertoires bilden die Werke Bachs, Regers, der französischen Romantik und der klassischen Moderne. Als Organist, Dirigent und Klavierbegleiter liegen eine Reihe von Rundfunk- und Fernsehaufnahmen vor.
Seit 2000 unterrichtet er eine Orgelklasse an der Musikhochschule Karlsruhe.
Samstag, 4. Juni, 11 Uhr
ORGELFÜHRUNGmit Carsten Wiebusch auf der Orgelempore
Samstag, 4. Juni, 15 Uhr
ORGELFÜHRUNGfür Groß&Klein mit Dr. Martin Kares
Samstag, 4. Juni, 16 Uhr
KINDERKONZERT „Die Konferenz der Tiere“
Ein musikalisches Märchen nach Erich Kästner
mit Orgelmusik von Christiane Michel-Ostertun
Sprecherin: Eva Martin-Schneider
"DIE KONFERENZ DER TIERE"
„Heute in vier Wochen Konferenz im Hochhaus der Tiere!“ Mit dieser Nachricht rufen Alois der Löwe, Oskar der Elefant und Leopold die Giraffe alle Tiere auf der Welt zusammen, um über die Zukunft der Kinder zu sprechen. Viel zu viele Kriege gibt es, Krankheiten und Hungersnöte. Da muss etwas geschehen! Doch was? Wie die Tiere nach mehreren Versuchen endlich General Zornmüller und seine Kollegen zu einer vernünftigen Entscheidung bringen, das erzählen mit Text und Musik die Organistin Christiane Michel-Ostertun und die Schauspielerin Eva Martin-Schneider.
CHRISTIANE MICHEL-OSTERTUN, geboren in Aalen, aufgewachsen in Kiel, erhielt von Jugend an Klavier-, Cello- und Orgelunterricht. Von 1983 bis 1988 studierte sie an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold Klavier und Kirchenmusik (Prof. G. Weinberger, Prof. R. Zimmermann). Sie schloss mit der staatlichen Musiklehrerprüfung und der A-Prüfung ab und absolvierte Zusatzstudien in Stuttgart (Prof. J. Laukvik) und Karlsruhe (Prof. A. Schröder). 1991 legte sie in Karlsruhe die Künstlerische Reifeprüfung ab, 1993 das Konzertexamen.
Während des Studiums gewann Christiane Michel-Ostertun den 2. Preis beim Frankfurter Improvisationswettbewerb 1986.
1988 bzw.1989 erhielt sie Lehraufträge für Liturgisches Orgelspiel und Improvisation an den Hochschulen für Kirchenmusik in Herford und Heidelberg, 1993 wurde sie in Herford auf eine Professur für dieses Fach berufen. Zahlreiche Konzerte und Kurse führten sie durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Frau Michel-Ostertun veröffentlichte neben Orgelkompositionen zwei Lehrbücher über Improvisation sowie mehrere Orgelkonzerte für Kinder.
Seit 1999 leitet sie den Chor für Geistliche Musik Ludwigshafen, der jährlich mit zwei Oratorien an die Öffentlichkeit tritt.
Eva Martin-Schneider lebt und arbeitet seit 1984 im Mannheimer Raum. Pädagogikstudium in Freiburg; danach Schauspiel und Musicalstudium in München. Bis 1990 an verschiedenen Bühnen fest engagiert. Danach als freie Regisseurin tätig. 1995 war sie Mitbegründerin des freien, professionellen Kinder,-und Jugendtheaters KIT´Z in Ludwigshafen (Rh-Pfalz). Seit 1997 auch an der Hochschule als Sprechtrainerin und Lehrbeauftragte für angewandtes Theaterspiel in Heildelberg tätig. Autor und Regisseur zahlreicher Projekte für den AK- Justiz, Mannheim sowie die Freilichtbühnen Gundelsheim und Bad Herrenalb. Von den Orgelkonzerten, in denen sie als Erzähler auftritt, liegen drei CD- Einspielungen vor.
Sonntag, 5. Juni, 10 Uhr
FESTLICHER GOTTESDIENST mit Chor und Orgel
Carsten Wiebusch, Leitung
Sonntag, 5. Juni, 18 Uhr
OLIVIER LATRY, Orgel Festkonzert
Werke von Bach, Franck, Messiaen, Vierne, Widor, Dupré, Litaize, Langlais
1962 in Boulogne-sur-Mer geboren, gilt Olivier Latry heute als einer der bemerkenswertesten Konzertorganisten seiner Generation. Er studierte in der Klasse von Gaston Litaize am Conservatoire von Saint-Maur und der Ecriture-Klasse von Jean-Claude Raynaud am Conservatoire de Paris. 1985 wurde er im Alter von 23 Jahren als einer der Nachfolger von Pierre Cochereau, zusammen mit Philippe Lefebvre und Jean-Pierre Leguay, zum Titularorganisten an der Kathedrale Notre-Dame in Paris berufen und folgte 1990 seinem Lehrer Gaston Litaize als Professor am Conservatoire de Saint-Maur. Seit 1995 ist Olivier LATRY, mit seinem Kollegen Michel Bouvard, Nachfolger Michel Chapuis als Professor für Orgel am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Als Konzertorganist führte ihn seine Karriere in mehr als 50 Länder der Erde. Als Botschafter der französischen Musik des 17. bis 20. Jahrhunderts widmet sich Olivier Latry auch der großen französischen Tradition der Improvisation und zählt in dieser Disziplin zu den herausragendsten Persönlichkeiten unserer Tage. Als Interpret der Musik des 20./21. Jahrhunderts hat er zahlreiche Werke von Xavier Darasse, Claude Ballif, Thierry Pecout, Vincent Paulet, Thierry Escaich und Jean-Louis Florentz uraufgeführt und für die Deutsche Grammophon das Orgel-Gesamtwerk Olivier Messiaens in Notre-Dame eingespielt. Seine zahlreichen CD-Einspielungen mit Werken von Bach, Mozart, Schumann, Widor, Vierne, Durufle, u.a. wurden von der internationalen Kritik mit höchstem Lob bedacht. In den letzten Jahren namm er eince CD mit Orgelbearbeitungen auf:“Midnight at Notre-Dame“(DGG), eine Franck – Monographie (“In spiritum“ – DGG), das Konzert von Poulenc und die Toccata Festival von Barber zusammen mit dem Orchester von Philadelphia (Ondine) sowie die Symphonie concertante von Jongen mit dem Orchester von Lüttich (Cyprès). Als besondere Ehrung seines Wirkens für die Orgel wurde Olivier Latry im Jahr 2000 der Preis der Stiftung Cino et Simone del Duca im Institut de France verliehen. Außerdem wurde ihm in Großbritannien 2006 ein “Fellowship Honoris Causa“ der “North and Midlands School of Music“ und 2007 die Ehrendoktorwürde vom “Royal College of Organists“ zugesprochen.